Autogasanlagen

Bei LPI handelt es sich um die 5. Generation der Autogasanlagen.

Verschiedene Arten von Autogasanlagen

Die neue Generation von Autogasanlagen wird als LPI bezeichnet. LPI (Liquid Propane Injection) ist eine Flüssig-Propan Einspritzung. Hierbei handelt es sich um die 5. Generation der Autogassysteme. Die Gaseinspritzung erfolgt in flüssiger Form. Diese Technik existiert bereits seit den 90er Jahren und wird seit 2004 auf dem Markt angeboten.

Neben den LPI Anlagen können grundsätzlich die Venturianlagen sowie sequenzielle Anlagen unterschieden werden. Bei den Venturinanlagen und sequenziellen Anlagen handelt es sich um sogenannte Verdampferanlagen. Diese haben gemeinsam, dass das flüssige Autogas dem Motor gasförmig zugeführt wird. Das Autogas kühlt beim Verdampfen ab und wird mittels Kühlwasser beheizt. Moderne Autogasanlagen schalten erst ab einer Temperatur von 30 Grad von Kühlwasser auf Autogas um.

Verschiedene Techniken

Mittlerweile werden auf dem Markt Anlagen angeboten, die mit Benzin beigemengt werden oder sogenannte Flüssig-Einspritzer-Anlagen (LPI). Hier verbleibt das Autogas vor der Verbrennung im flüssigen Zustand, im Gegensatz zu anderen Verdampfersystemen. Somit ist auch kein Eingriff in den Kühlkreis notwendig. Durch die flüssige Einspritzung wird die Kühlung der Brennräume, die Ventile sowie die Ventilsitze besser geschützt. Mittlerweile existieren Fahrzeuge, die mit einer Benzin-Dirketeinspritzung ausgestattet. Der Vorteil dieser Technik ist, dass sie Sprit sparen und auch der Motor mehr Leistung bringt.

Bei der Venturitechnik handelt es sich um die älteste Anlagentechnik, gleichzeitig jedoch die kostengünstigste Variante. Hier ist ein Dosierventil angebracht, das das Autogas dosiert. Durch die Rückverbrennung kann hier das Backfire entstehen im Ansaugtrakt. Weiters kann auch durch den Umbau ein minimaler Leistungsverlust entstehen. Mit dieser Umbautechnik wird die Abgasnorm Euro 2 erfüllt.

Sequenzielle Anlagen

Die sequenziellen Autogasanlagen unterteilen sich in teilsequenzielle und vollsequenzielle Autogasanlagen. Bei den teilsequenziellen Anlagen wird ein präzises Dosierventil verwendet. Das Autogas wird in die Ansaugstutzen der Zylinder geleitet. Im Gegensatz zur Venturitechnik findet kein Leistungsverlust statt und auch das Backfire entfällt. Diese verfügen auch oftmals über einen Kennfeldgeber. Dies hat den Vorteil, dass die teilsequenzielle Autogasanlage auch für ältere Fahrzeuge geeignet ist (bis zur Schadstoffnorm Euro 3).

Bei den vollsequenziellen Autogasanlagen verfügt über ein eigenes Dosierventil. Der Kennfeldrechner existiert hier nicht. Diese Anlage rechnet die Einspritzdauer in Einblasdauer für Gas um. Hier wird statt einer Benzindüse eine Gasdüse eingesetzt. Grundsätzlich ist das Umrüsten bei dieser Anlage wesentlich einfacher. Jedoch wird hier eine sequenzielle bzw. gruppensequenzielle Benzineinspritzung vorausgesetzt. Mit dieser Anlage wird die Abgasnorm 4 ohne Probleme erreicht. Hier ist eine Abgasbestätigung notwendig, da der TÜV die Abnahme nicht bestätigt. Auch eine Bestätigung über den richtigen Einbau ist erforderlich.