Autogasanlagen

Bei LPI handelt es sich um die 5. Generation der Autogasanlagen.

Von Diesel auf Autogas?

Vielversprechende Ansätze bieten Autogasanlagen für Diesel-Fahrzeuge. Hier muss jedoch markttechnisch noch einiges getan werden. So wurde bereits eine Anlage vorgestellt, die SimFuel Autogas Lösung. Bei diesem Verfahren werden Autogas und Diesel-Kraftstoff gleichzeitig eingespritzt. Der Autogasanteil kann hier bis zu etwa 40 % betragen. Diese Anlage ist besonders für Geländefahrzeuge sowie Nutzfahrzeuge konzipiert. Die chemische Komponente erreicht einen Euro Emissionswert von 6.

Derzeit sind vor allem Diesel-Lastkraftfahrzeuge mit entsprechenden Gasanlagen am Markt. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Autogas und Diesel. Diese Mischung bringt bereits eine wesentliche Verminderung der Feinstaubemission von etwa 35 %.

Grundsätzlich problematisch ist beim Umrüsten von Diesel auf Gas, dass Diesel ein Selbstzünder ist. Dies bedeutet, dass dieser im Zylinder solange komprimiert wird, bis er sich selbst entzündet. Für die Umrüstung auf Gas müsste man eine zweite Zündkerze hinzufügen. Diese Umrüstung gestaltet sich sehr kostenintensiv.

Derzeit ist eine Umrüstung von Diesel auf Autogas wirtschaftlich nicht sonderlich rentabel. Die einzige Ausnahme sind in Zusammenhang mit dem Diesel-Treibstoff Bootsmotoren.

Bootsmotoren mit LPG Kraftstoff

Bei den Bootsmotoren wird häufig Benzin als Außenbordmotor verwendet. Mit der Verwendung des LPG Kraftstoffs lassen sich auch auf die Benutzung von Motorbooten übertragen. Die Umrüstung wird deutschlandweit derzeit nur von wenigen Betrieben vorgenommen und dauert in der Regel zwei bis drei Tage. So können Boote umgebaut werden, die über Einspritzmotoren sowie Vergasermotoren verfügen.

Auch hier wird der Motor mit Benzin gestartet und wechselt automatisch nach einer gewissen erreichten Temperatur auf den Gasbetrieb um. Wie bei den Fahrzeugen kann auch hier zwischen den Anlagen umgeschaltet werden. Die Infrastruktur ist noch sehr dünn gesät.

Verschiedene Tankgrößen

Entscheidet man sich für eine Autogasanlage muss auch ein eigener Tank hinzugefügt werden. Hier kann man mittlerweile drei Einbaumöglichkeiten unterscheiden. Zum einen gibt es die Option den Tank in der Reserveradmulde zu platzieren. Dies umfasst ein Tankvolumen von 34 bis zu etwa 94 Liter. Das Reserverad wird, wie bei vielen Sportwagen üblich ist, durch einen Pannenspray oder Runflat ersetzt.

Eine weitere Möglichkeit ist es einen Tank in Zylinderform zu wählen. Dieser verfügt durchschnittlich über ein Volumen von etwa 60 bis 200 Liter. Eine dritte Variante ist der Einbau eines Unterflurtanks. Die Größe des Tanks spielt beim Autogas eine große Rolle und hat auch Einfluss auf den Platz im Kofferraum. Nicht nur der Platz spielt jedoch eine wichtige Komponente, sondern auch die zu erreichende Reichweite. Diese hängt unweigerlich mit der Tankfüllung und der Anzahl der Tankvorgänge ab.

Wer auf lange Reichweiten und wenige Tankvorgänge großen Wert legt, kann auch zwei Autogas Tanks einbauen. So kann ein Radmuldentank und auch ein Zylindertank verwendet werden.