Autogas

Der Einsatz von Autogas hilft, der Umweltbelastung entgegenzuwirken.

Mythen und Irrtümer rundum das Autogas

Mittlerweile gibt es zahlreiche Mythen und Irrtümer im Bereich von Autogas. So heißt es oft unter anderem: zu gefährlich, zu teuer die Umrüstung sowie auch zu wenig Tankstellen.

Autogasfahrzeuge sicherer als Benziner!

Eine der beliebtesten Irrtümer ist immer noch, dass ein Autogastank explodieren kann bei einem Unfall. Mittlerweile haben viele Tests von Automobilclubs sowie Experten gezeigt, dass dies nicht möglich ist. Weder bei einem Auffahrunfall, Zusammenstoß oder auch bei einem Brand. Entsteht ein Überdruck im Tank, so öffnet sich hier automatisch ein Sicherheitsventil. Dieses lässt das flüssige Gas ausströmen. Auch ein Überlaufen des Tanks ist, im Gegensatz bei Benzin oder Diesel, nicht möglich.

Ein weiterer Mythos ist, dass Autogasfahrzeuge nicht in der Garage parken können. Hierzu wurden auch entsprechende Verordnungen geändert, da das Parken mit Autogas in Garagen sogar sicherer ist als mit Benzin. Der Tank einer Autogasanlage ist ein geschlossenes System. Hingegen der Benzintank offen ist. So finden sich zwar immer noch, aber selten, Verbotsschilder in Garagen, die jedoch noch aus einer alten Gesetzesordnung stammen.

Ein weit verbreitetes Vorurteil ist auch das je mehr Personen auf Autogas umsteigen, dieser genauso teuer wird wie Benzin. Der alternative Kraftstoff steht jedoch bis 2018 unter einer rechtlich festgelegten Steuerbegünstigung. Diese Begünstigung bezieht sich nicht auf den Kraftstoff selbst, sondern auf die Mineralölsteuer. So werden derzeit rund 10 Cent abgeführt, bei Benzin beträgt der Steuersatz 65,4 Cent.

Autogas ist kein Erdgas!

Viele Fahrzeughalter sind immer noch der Meinung, dass es sich bei Autogas auch um Erdgas handelt. Autogas und Erdgas unterscheiden sich jedoch in wesentlichen Faktoren. Autogas wird flüssig mit einem viel geringeren Druck (bis etwa 10 bar) im Tank gespeichert. Erdgas wird mit einem Druck von bis zu 240 bar gasförmig im Tank gehalten. Ein weiterer Aspekt ist die Motorsteuerung: Erdgas besteht großteils aus Methan, Autogas setzt sich aus Butan sowie Propan zusammen. Beide Kraftstoffe sind auch bei den Zapfsäulen getrennt angeschrieben.

Mittlerweile drängen immer mehr Neuwagen auf den Markt, die über eine Autogasanlage verfügen. Viele Fahrzeughalter sind immer noch der Meinung, dass die Industrie den alternativen Weg ignoriert. Auch die Umrüstungen werden nicht nur von den Werkstätten, sondern auch von den Herstellern selbst angeboten. Die Automobilhersteller bieten bereits bei einer Umrüstung auch die Neuwagen-Garantie an sowie wird auch eine entsprechende Versicherung angeboten. Die Werbemaßnahmen halten sich jedoch noch im Hintergrund. Grundsätzlich empfiehlt es sich gezielt bei den Automobilherstellern nachzufragen.